7 Kommentare

  1. Es wäre so einfach, das ganze aufzuschlüsseln. Die Möglichkeiten sind vorhanden. Ich neige sogar dazu, den Behörden zu glauben, daß die Feinerfassung und Aufschlüsselung völlig sinnlos ist. Wegen einer Hand voll Fälle macht macht man das nicht. Dafür passiert einfach zu wenig. Statistisch irrelevant.

    • Das ist vollkommen richtig, In früheren Jahren (das waren Meines Wissens aber noch die sechziger) war das BKA sogar dazu übergegangen, die statistischen Erhebungen ganz einzustellen, da sie von so geringer Bedeutung waren, dass es den Aufwand nicht lohnte.

  2. Jop, dem kann ich mich anschließen. Eine abgeänderte Maske in der Software würde eine verfeinderte Aufschlüsselung problemlos ermöglichen und wäre auch nur mit einem nicht erwähnenswerten Mehraufwand verbunden – ein paar Mausklicks hin oder her werden den Beamten schon nicht zum Burnout bringen.

  3. Sehen wir uns mal die Daten genauer an:

    Über 10.000x wurde mit einer Waffen gedroht oder geschossen.

    Hier steht jedoch nichts über die Verletzungen (leicht, schwer oder fatal).

    In England sind sie da schon weiter. Dort wird zwar, wie in Deutschland vergessen, in legal und illegaler Herkunft zu unterscheiden, aber wenigstens macht man sich dort mal die Mühe und vergleicht die Verletzten/Toten durch Schusswaffen mit denen von Messern.
    http://emj.bmj.com/content/29/1/10.full.pdf+html
    Auszug: Conclusions Deaths and serious injuries caused by firearms remain rare in the civilian population of England and Wales, although an upward trend can be described. Victims of assault and homicide are predominantly young men living in urban areas and the population involved is getting younger. However, of all deaths, self-inflicted wounds are nearly twice as common as assaults, affecting predominantly older men living in more rural areas.

    Nur 448 Waffen in Deutschland wurden beschlagnahmt, d.h. 4,5%
    98% Aufklärungsrate bei Mord/Totschlag (laut PKS), dies lässt vermuten, dass legale Waffen bei Gewaltdelikten zu fast 100% sichergestellt werden.

    Statistiker würden das Gefahrenrisiko durch Feuerwaffen in Deutschland als insignifikant erklären, egal ob legal oder illegal. Und Gewaltpräventionsforscher haben herausgefunden, dass der Einsatz – sogar von illegalen Waffen – das Verletzungs/Tötungsrisiko im Verhältnis zur Bewaffnung mit frei erhältlichen Messern, Eisenstangen, Baseballschlägern minimiert, da in 50% der Fälle es beim Drohen bleibt und bei den anderen 50% mehrheitlich Warnschüsse abgegeben werden, während Bedrohungssituationen mit Messern&Co. zu über 50% in einer (auch öfters tötlichen) Verletzung enden.

    Die Frage zur Waffenkontrolle bleibt: Cui bono?

  4. […] “Im Berichtsjahr 2011 wurden 448 Waffen an Tatorten i. Z. m. Straftaten nach dem StGB sichergestellt (2010: 496). In 72 % der Fälle (2010: 69 %) der Fälle handelte es sich um erlaubnisfreie Gas-/Alarm- und Schreckschusswaffen. Der Anteil der erlaubnispflichtigen Schusswaffen betrug 28 % (2010: 31 %). Unter diesen befanden sich rund 4 % in legalem Besitz (2010: 5 %).” (In Zahlen: 5 legale Waffen!) Quelle: Bundeslagebild Waffenkriminalität, BKA, Einschätzung auf thegeek.de […]

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