Let’s Shoot #4: Vorstellung Beretta Cx4 Storm Kal. 4,5 – halbautomatisches Luftdruckgewehr

Vor einiger Zeit habe ich mir ein Beretta Cx4 Storm Co2 Luftdruckgewehr gekauft. Ich war sehr erfreut, weil ich lange warten musste, bis ich mir diesen ganz besonderen Freizeit-Shooter gönnen konnte. Ich nehme es direkt vorweg: Die Cx4 Storm macht einen heiden Spaß — ein 30 Schuss Blowback-Halbautomat ist einfach mal ein völlig anderes Luftgewehr. Und aus genau diesem Grund habe ich mir die Beretta auch gekauft.

Und die stelle ich heute in diesem Video ein wenig vor. :-)

Viel Spaß!

Mein Blog-Bericht zur Beretta Cx4 Storm: http://thegeek.de/review-beretta-cx4-storm-45mm-co2-fun-shooter/

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Entscheidung: Meine erste eigene Waffe wird…

Ruger 10/22 Tactical

Ruger 10/22 Tactical

Nein, keine Lee Enfield, keine Mauser 98, keine Mosin Nagant und auch keine M1 Garand, sondern eine Ruger 10/22 im Kaliber .22 lfB. Ja, ich weiß, es ist eine Kleinkaliberwaffe und ich zähle ja eigentlich zu den Ordonanzschützen, aber ich habe die kleine Ruger bereits einmal geschossen, war total begeistert und im Moment macht mir Kleinkaliber einfach irre viel Spaß. Zudem ist die Ruger 10/22 so verbreitet – da die Waffe in den USA sehr beliebt ist – dass es unglaublich viel Zubehör für diesen schnuckeligen Selbstlader gibt.

Leider ist die Ruger 10/22 in Deutschland inzwischen gar nicht mehr so leicht zu bekommen, aber auf Nachfrage bei Katja Triebel, die ich über die AG Waffenrecht der Piratenpartei kenne, stellte sich heraus, dass sie diese noch im Programm haben. Im Dezember kommen wieder einige Ruger 10/22 aus Übersee rein, da werde ich dann doch gleich mal eine vorbestellen. Ausgesucht habe ich mir das Modell „Tactical“, da diese Version des Gewehrs mit einem Matchlauf, einem überarbeiteten Abzug und einem SoftRubber Schaft mit Zweibein ausgerüstet ist. Eine für die Disziplinen 50 Meter KK und 100 Meter KK also bestens geeignete Waffe.

Ein geeignetes Zielfernrohr habe ich mir ebenfalls schon ausgesucht, es wird ein günstiges 6-24×50 SFEM 1/8 Moa mit Mildot Absehen von Ritter – ein Glas, dass für so ziemlich alles benutzt werden kann, was sich so an Disziplinen schießen lässt und sogar über einen Parallaxenausgleich verfügt.

Jetzt muss ich nur noch bis Ende Februar warten, dann kann ich endlich meine (gelbe) Waffenbesitzkarte beantragen und mir den Voreintrag für die Ruger holen.

Von wegen Schießsport ist kein Leistungssport

Gestern waren wir – wie jeden Mittwoch – schießen und haben die meiste Zeit auf dem 50 Meter Stand mit zwei Kleinkaliber Gewehren verbracht. Dabei haben wir zum ersten mal die kurze .22 Munition verschossen, was zur Folge hatte, dass alle Treffer ungefähr 6 Zentimeter tiefer lagen als sonst. Also mussten wir die Diopter entsprechend nachjustieren, was naturgemäß etwas fummelig ist, aber später passte es dann wieder. Wird nur blöd, wenn dann wieder jemand mit der Standard .22 lfB schießt, der muss den Diopter dann wieder nach unten drehen, weil die Treffer zu hoch liegen. Aber wieder was gelernt: .22 kurz werde ich nicht mehr verwenden. Was ich hingegen empfehlen kann: CCI-Standard .22 lfB – nicht die günstigste Munition, aber präzise, bei einem ERMA .22 Selbstlader kein Problem und auch ein Ruger 10/22 sollte mit der CCI Munition gut funktionieren.

Nach dem wir über eine Stunde KK trainiert hatten, sind wir dann noch auf die 25 Meter Bahn und haben mir einer Smith & Wesson M39-2 für die anstehenden Kreismeisterschaften trainiert. Eine schöne Waffe, mit der ich auf Anhieb recht gut zurecht gekommen bin, obwohl ich sie zum ersten Mal geschossen habe. Ich denke das wird meine Trainingswaffe für die Disziplin „Gebrauchspistole 9mm“, bis ich mir dann nächstes Jahr eine eigene 9mm zulegen werden. Im Moment tendiere ich da zwischen einem 1911er System mit Wechsellauf auf 9mm, was den Scharm hätte, dass ich mit einer Pistole gleich zwei Disziplinen schießen könnte (.45 ACP und 9mm). Dann wäre da aber auch noch die Glock 17 Gen 4, wobei mir der Abzug der Glock beim Probeschießen nicht wirklich zugesagt hat, aber vielleicht ist es einfach auch nur eine Frage der Gewöhnung. Eine Sig P226 konnte ich leider noch nicht testen, wäre aber auch noch eine Option. Und dann wäre da noch die CZ 75… oder eine Tanfoglio Ultra Match. Die Qual der richtigen Wahl.
Bei den Langwaffen weiß ich ja, wo ich hin will: Lee Enfield (DG1, DG2), Garand M1 (SG1, SG2) und Ruger 10/22 für KK. Aber bei den Kurzwaffen bin ich einfach noch unschlüssig. Falls jemand Vorschläge hat, was ich mir für die Kurzwaffen-Disziplinen mal anschauen sollte, bitte schreibt’s mir in die Kommentare. Gerne mache ich auch dann ein Video darüber.

Es war ein sehr fordernder Abend, vorallem weil ich neben dem Schießen auch noch ein wenig die Neulinge betreut habe. So war es nicht verwunderlich, dass ich Zuhause ins Bett gefallen bin und 12 Stunden durchgeschlafen habe. Irre, weil ich sonst jemand bin, der eher nicht vor 12 Uhr im Bett ist.

Und da sag nochmal einer, Schießsport wäre kein Leistungssport. ;-)

Wer Waffengesetze verschärfen will, der sollte sich am Kriegswaffenkontrollgesetz auslassen [Update]

Die Forderungen das deutsche Waffenrecht weiter zu verschärfen, oder den privaten Besitz von Sportwaffen weiter zu regulieren, lenken in meinen Augen von einem viel wichtigeren Gesetz ab: Dem Kriegswaffenkontrollgesetz, kurz „KrWaffKontrG„. Um zu erläutern, warum das so ist, muss ich etwas weiter ausholen und in das Jahr 2005 zurück gehen.

Ende 2005 war die Bundesregierung an der Ausarbeitung einer UN-Vereinbarung beteiligt, welche eine strenge Kennzeichnungspflicht für Waffen fordert, um illegalen Waffenhandel so schwer wie möglich zu machen. Im Klartext: Alle wesentlichen Teile einer Schusswaffe müssen fälschungssicher mit einer Nummer und dem Hersteller versehen werden. Ein sicheres Verfahren ist dabei das Einstanzen, da die Nummer – auch nach dem mechanischen Entfernen mit einer Feile oder Fräse – durch Röntgen der Waffe nachvollziehbar bleibt. Diese Vereinbarung hat die Bundesregierung auch pflichtgemäß und verbindlich Ende 2005 umgesetzt. Und wo ist nun das Problem?

Die Vereinbarung wurde leider nur im Waffengesetz und der anhängigen Waffenverwaltungsvorschrift umgesetzt, beides zusammen regelt den privaten Besitz von Schusswaffen. Für das KrWaffKontrG gilt diese Vereinbarung nicht. Deswegen produzieren deutsche Kriegswaffenhersteller auch munter so weiter wie bisher: Ohne gestanzte Waffennummern, die Kennzeichnungen werden in der Regel mit einem Laser aufgebracht. Diese Nummern sind mit einfachen Werkzeugen schnell entfernt und nicht fälschungssicher. So kann es passieren, dass diese Waffen mit einer gefälschen Kennzeichnung in Krisengebieten auftauchen und nicht mehr nachvollziehbar ist, woher diese Waffen stammen.

Jüngst wurde von der ARD ein konkreter Fall beleuchtet: In Libyen sind nach dem Sturz von Gadaffi Dutzende G36 Sturmgewehre des Herstellers Heckler & Koch aufgetaucht. Als Info für die Waffenn00bs hier der Hinweis, dass es sich beim G36 um ein sehr effizientes und modernes Sturmgewehr handelt und derzeit die Standardinfanteriewaffe der Bundeswehr ist. Das G36 kann sowohl als Sturmgewehr, oder mit Zweibein und 100 Schuss Magazin auch als leichtes Maschinengewehr eingesetzt werden. Es besitzt zu dem zwei integrierte Optiken: Ein Leuchtpunktvisier (Reflexvisier) für den Nahkampf und ein Zielfernrohr für den Fernkampf. Und wenn es mal ganz dick kommt, dann lässt sich an dem Gewehr auch noch ein Granatwerfer montieren. Und sowas taucht in Krisenregionen auf. Ist ja super. NICHT!

Die Journalisten der ARD haben im Sommer 2011 zwei dieser libyschen G36 Sturmgewehre untersucht und ein interessantes Detail aufgedeckt: Die Waffe war mit deutschen Beschusszeichen versehen. Das bedeutet, dass die Waffen legal in Deutschland hergestellt und von einem Beschussamt geprüft wurden. Danach sind sie – auf welchem Weg auch immer – in die Krisenregion gelangt und dort mit gefälschter Seriennummer geführt worden. Dadurch, dass die originale Seriennummer nicht mehr rekonstruierbar war, konnten die deutschen Behörden nicht mehr nachvollziehen, wie die Waffe nach Libyen gelangt ist.

Kommen wir jetzt mal zum Thema Sportschießen zurück: Wieviele Menschen sterben jährlich durch Sportwaffen? Wir kennen die Antwort: Sehr wenige. Wieviele Menschen sterben wohl durch illegal verkaufte deutsche vollautomatische Sturmgewehre in Krisengebieten? Ich weiß es nicht, aber ich nehme einfach mal an, dass es sicherlich wesentlich mehr sind. Was bei Jagd- und Sportwaffen seit Jahren ohne Probleme möglich ist, gilt nicht für vollautomatische Sturmgewehre mit denen scheiß fucking Bürgerkriege geführt werden?

Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde das abartig! Da muss dringend etwas verändert werden!

[Update]

Ich habe das mal in eine Liquid Feedback Initiative gegossen: http://t.co/X8Hxz2pM

Liebe Piraten, die Zugangs zum Bundesliquid haben – bitte unterstützt dieses Initiative. Hier können wir durch eine kleine Änderung großes Bewirken!

Let’s Shoot #3: AG Waffenrecht (Piratenpartei) in Mannheim

Letzten Mittwoch war ich in Mannheim bei einem Treffen der AG Waffenrecht (Piratenpartei). Wir haben uns getroffen (haha Wortwitz!), um uns persönlich kennenzulernen, ein wenig zu schießen und um ein wenig zu filmen, wie es bei solchen Treffen so abläuft.

Hat auf jeden Fall Spaß gemacht und ich konnte eine meiner Lieblingswaffen schießen (Mosin Nagant in der seltenen Karabiner Variante, danke Axel!) und das sogar noch auf 100 Meter!

Vielen Dank an Volker für die Orga und an den SG 1744 Mannheim e.V.! Und natürlich Danke an Peter für die Idee dieses Treffen so auszurichten.

Mehr Info’s zum Verein gibt’s hier:
http://www.sg1744mannheim.de/

Mehr Info’s zur AG Waffenrecht hier:
http://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht

Danke an @broaaaa (Mike) für die Bereitstellung des Materials von seiner Kamera!