Frau ermordet Mann mit Kaffeetasse

Antrag:

An geeigneter Stelle sei in das Wahlprogramm einzufügen:

„Wir sprechen uns gegen die Einordnung von Kaffeetassen, die für Trink- und dekorative Zwecke entwickelt wurden, als Trinkgefäße aus. Kaffeetassen mit hoher Festigkeit und gefährlich geformten Henkeln mit großer Tödlichkeit, sowie großer Mannstoppwirkung gehören nicht in private Hand. Solche Tassen sollen damit nur noch für Menschen erwerbbar sein, die sie aus beruflichen Gründen brauchen. Eine unabhängige Kommission mit kriminologischer Fachkompetenz soll festlegen, für welche Kaffeetassen das zutrifft.“

Kaffeetrinker dürfen gerne aus diversen Gefäßen Kaffee trinken, dafür braucht man aber weder feste Gefäße aus Porzellan, oder gar aus Metall. Die aktuellen Geschehnisse haben gezeigt, dass es unverantwortlich ist, feststoffliche Kaffeetassen, die speziell für Trink- oder Dekorationsbedarf entwickelt wurden, in private Hände zu geben. Auf olympischen Veranstaltungen werden fast ausnahmslos Kaffeebecher aus Pappe gereicht, für geschmacksintensiveren Kaffeegenuss können Alternativen aus zerbrechlichen Polymerverbindungen oder gar virtuellen Kaffeebechern entwickelt werden. Dass Privatbürger für den Kaffeegenuss annähernd beliebig viele Kaffeetassen, teilweise auch mit sinnlos bedruckten Motiven, und dazu unbegrenzt viele Kaffeebohnen zu Hause lagern können, ist in der Risikoabwägung nicht nachvollziehbar!

Statistiken des BKA nach dem Informationsfreiheitsgesetz erhalten

Vor einiger Zeit habe ich beim BKA ein Auskunftsersuchen auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes gestellt und sogar eine Antwort erhalten. Zwar nicht ganz die Statistiken, die ich haben wollte (PKS ist Verschlusssache laut BKA), aber die Bundeslagebilder wurden mir (und übrigens auch der AG Waffenrecht der Piratenpartei) weitgehend zugänglich gemacht – wenn auch einige Absätze geschwärzt sind. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig Transparenz ist. Die Dokumente findet ihr unten verlinkt.

Einen Interessanten Absatz aus dem BLB 2009 möchte ich an dieser Stelle zitieren:

Die Anzahl der Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen und die Anzahl der Fälle in denen mit einer Schusswaffe gedroht, oder geschossen wurde, sind geringfügig angestiegen. Wenngleich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung immer wieder durch einzelne Straftaten mit Schusswaffengebrauch, wie beispielsweise durch Amoktaten, stark beeinträchtigt wird, ist das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotenzial gering. Straftaten, in denen Schusswaffen verwendet wurden, machen lediglich 0,2 % der in der PKS erfassten Fälle aus.

Bei der Dokumentation der Delikte, bei denen Schusswaffen zum Einsatz kamen, wird leider nicht zwischen illegalen und legalen Waffen unterschieden. Keine Dokumentation bedeutet, dass wir anhand der nicht vorhanden Zahlen auch keine Politik gegen den legalen Waffenbesitz machen sollten. Die Statistiken stellen aber eindeutig fest, dass das Gefährdungspotential von Schusswaffen – ob nun legal oder illegal – insgesamt sehr gering ist.

Ein bekannter Gegner von Sportwaffen (Roman Grafe) behauptet, es habe in den letzten 20 Jahren 120 Opfer von legalen Waffen gegeben. Bei einigen Fällen hat er schlecht recherchiert – es handelte sich dabei klar um illegale Waffen – aber gehen wir einfach trotzdem mal davon aus, dass diese Zahl stimmt. Rein rechnerisch ergibt sich ein Wert von 6 Toten pro Jahr auf den Zeitraum von 20 Jahren betrachtet. Betrachten wir nun das Jahr 2006: In diesem Jahr wurden insgesamt 989 Tote nach dem Einsatz von Schusswaffen verzeichnet (Mord + Körperverletzung mit Todesfolge). Wenn von diesem Wert 6 Opfer durch legale Waffen umgekommen sind, ist das ein Anteil von 0,61 %. Das macht die Sache nicht weniger tragisch, unterstützt aber die These, dass der legale Waffenbesitz insgesamt kein großes Problem ist.

Letztendlich hat das BKA das „Problem“ mit der Waffenkriminalität recht treffend beschrieben: Es gibt insgesamt kein großes Problem, aber das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung entspricht nicht der Realität. Und davor scheinen auch einige Piraten nicht gefeit zu sein.

Hier die Dateien (PDF Format):

Jahresstatistik 2001Jahresstatistik 2002Bundeslagebild 2003Bundeslagebild 2004Bundeslagebild 2005Bundeslagebild 2006Bundeslagebild 2007Bundeslagebild 2008Bundeslagebild 2009Bundeslagebild 2010

OMG LASER GUNS PEW PEW PEW – mein Laser Bore Sighter ist da :-)

Laser Bore Sight Gerät

Laser Bore Sight Gerät

Nein, ein Laser Bore Sighter dient nicht dem Bau einer Laserkanone, es ist auch keine Laser-Zielhilfe, sondern ein kleines, aber feines Gerät, das beim Einschießen eines Zielfernrohrs helfen kann. Die Laser Bore Sighter gibt es in zwei Formen: Als Dekopatronen, die den Laserstrahl durch den Lauf projizieren, oder als Geräte, die mittels Adapter von außen in den Lauf geschoben werden. Ich habe mir letzteres gekauft, weil es für unterschiedliche Kaliber einsetzbar und einfach wesentlich flexibler ist. Aber wie funktioniert das Gerät?

Im Grunde ist das Prinzip recht einfach: Den Adapter für das entsprechende Kaliber aufsetzen, den Bore Sighter in den Lauf stecken und das Gewehr einspannen, bzw. durch Hilfsmittel so fixieren, dass durch das Zielfernrohr geschaut werden kann, ohne die Waffe dabei zu berühren. Danach wird das Absehen mit den Verstellschrauben auf den projizierten Laserpunkt auf dem Ziel ausgerichtet. Nun kann mit dem regulären Einschießen begonnen werden, die Trefferlage sollte ungefähr dem Zielpunkt des Lasers entsprechen.

Dadurch wird auf jeden Fall Munition gespart, da weniger Schussgruppen zum Einschießen des Zielfernrohrs benötigt werden. So werde ich die 40 Euro, die das Gerät gekostet hat schnell wieder drin haben. :-)

Test des Geräts und ein Video dazu werden folgen. Das Kleinkaliber Gewehr eines Vereinskollegen muss nämlich neu eingeschossen werden, weil das Absehen des Zielfernrohrs defekt ist.

Symbolpolitische Kackscheiße

Achtung, ich bin im RANT MODE, aber es ist tatsächlich passiert. Im Liquid Feedback wurde einer Initiative mit großer Mehrheit zugestimmt, die erstens unterirdisch formuliert und zweitens als Inhalt symbolpolitische Kackescheiße enthält. Ja, so eine Ini, die mit „an geeigneter Stelle sei in das Wahlprogramm einzufügen“ anfängt. Also von einem Antragsteller, der offenbar zu faul ist, herauszusuchen, in welchen Themenbereich des Bundesprogramms der Piratenpartei sein Antragstext gehört. Achja, es geht natürlich um Waffenrecht. Worum auch sonst.

Scheinbar reagieren einige Piraten, bzw. eine Mehrheit im Bundesliquid bei diesem Thema da genau so etabliert wie die Altparteien. Und wer sich den Verlauf der Initiative ansieht, wird erkennen wie grenzdebil diese ist, denn wer bereits verbotene Waffen noch mehr verbieten will, der beweist nur eins: Er hat vom Thema KEINE Ahnung, hat nicht einmal ins WaffG, oder in die Verwaltungsvorschrift geschaut, noch sich sonst irgendwie mit dem Schießsport beschäftigt. Das ist die neue piratige Politik. Wir wollen etwas VERBIETEN, was wir nicht kennen und was wir nicht verstehen – liberale Politik gerne, aber bloß nicht für alle Personengruppen der Gesellschaft. FUCK YEAH!

Und natürlich lässt es sich der Initiator der Initiative nicht nehmen die Opfer von Winnenden und Erfurt zur Durchsetzung der eigenen Ziele zu instumentalisieren. Tragische Fälle heranziehen, um eine große Personengruppe als potentiell gefährlich zu stigmatisieren. Oh ja, das ist piratige, das ist freiheitliche, sachorientierte Politik… NICHT – es ist und bleibt was es ist: Die Befriedigung eines irrationalen Sicherheitsbedürfnisses, Vollkaskopolitik. Genau wie die Parteien, deren Politikstil wir ablehnen. Ich glaube ich werde doch noch zum Kernie, für andere Themen scheinen ja gewisse Teile der Piraten noch nicht bereit zu sein.

„Schwarmintelligenz“, soll ich jetzt lachen, oder was? Wenn der Schwarm sich von ideologisch verblendeten Blendern verblenden lässt, was ist dann der Schwarm? „Denke selbst“ – tolles Motto, funktioniert ja offenbar prächtig. Schwarm ist kackscheiße, kapiert das endlich. Im Schwarm wird viel zu viel nachgeplappert. Fakten anyone? Nein, wir reden dich lieber klein, stempeln dich als Lobbyisten ab und stellen dich kalt. Leute, die dich auf den Parteitagen immer angesprochen haben, schauen dich plötzlich mit dem Arsch nicht mehr an, willkommen in der Realität der Meinungsdiktatur. Wollt ihr eine Verbotsdemokratie, oder eine liberale und tolerante Gesellschaft, zu der eben auch Schießsportler gehören?

Es sind ja nicht alle Piraten so, das ist mir bewusst, vielleicht ist sogar die Mehrheit der Piraten nicht so, aber es gibt sie eben, die „Verbotspiraten“, diejenigen, die am lautesten schreien, die mit selbstverständlicher Scheinheiligkeit gegen die Prohibition von Drogen, aber für die Prohibition von Sportwaffen sind. Todesopfer durch Konsum von illegalen Drogen im Jahr 2011: Exakt 986. Kannste googeln. Todesopfer durch legale Schusswaffen: Nicht bekannt, weil das BKA die Zahlen unter Verschluss hält. Kannste nicht googeln. WARUM WOHL? Aber Hauptsache wir verbieten etwas, weil Waffen sind ja etwas ganz ganz böses und wer mit Waffen hantiert ist ja so und so ein Spinner. Und wenn ich zum Vorderladerschießen einladen, dann ist das der Bildung einer Wehrsportgruppe gleichzusetzen. WTF? Wehrsportgruppe? Realität anyone?

Und wer denkt, dass es bei der Piratenpartei keine Kungeleien gibt, der sei gewarnt: Auch auf Parteitagen bilden sich Grüppchen, die dann taktisch überlegen, wie sie jemanden bestimmten noch auf die NRW Landesliste hieven können. Aber mehr sag ich dazu nicht. Kann sich ja jeder seinen Teil denken, wer dabei war. Ich jedenfalls bin in Zukunft wesentlich vorsichtiger, bei wem ich auf dem Zettelchen mein Kreuz mache.

So, genug RANT für heute.

Jetzt dürft ihr mich in den Kommentaren beschimpfen, ich habe ja inzwischen ein dickes Fell, was das angeht. Aber wendet vorher den Spruch „denke selbst“ einfach mal an, anstatt ihn immer nur nachzuplappern.

KKTHXBYE…

ARD Dokumentation zum Thema Privatwaffen

Bei YouTube habe ich eine recht objektive Dokumentation über Waffen in deutschen Privathaushalten gefunden. Durchaus sehenswert, weil die Seite der Befürworter, als auch der Gegner und viele Fakten zum Thema geliefert werden. Natürlich gibt’s auch wieder einige – aber wenige – Recherchefehler, aber das sei bei der Komplexität des Themas den Autoren an dieser Stelle nachgesehen.

Viel Spaß beim ansehen, aber nicht vergessen: Aufmerksam sein und die dargestellten Tatsachen hinterfragen – egal, ob ihr nun für privaten Waffenbesitz, oder dagegen seid.

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Let’s Shoot #4: Vorstellung Beretta Cx4 Storm Kal. 4,5 – halbautomatisches Luftdruckgewehr

Vor einiger Zeit habe ich mir ein Beretta Cx4 Storm Co2 Luftdruckgewehr gekauft. Ich war sehr erfreut, weil ich lange warten musste, bis ich mir diesen ganz besonderen Freizeit-Shooter gönnen konnte. Ich nehme es direkt vorweg: Die Cx4 Storm macht einen heiden Spaß — ein 30 Schuss Blowback-Halbautomat ist einfach mal ein völlig anderes Luftgewehr. Und aus genau diesem Grund habe ich mir die Beretta auch gekauft.

Und die stelle ich heute in diesem Video ein wenig vor. :-)

Viel Spaß!

Mein Blog-Bericht zur Beretta Cx4 Storm: http://thegeek.de/review-beretta-cx4-storm-45mm-co2-fun-shooter/

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