13 Kommentare

  1. Heiko

    Wie schön zu sehen, dass wir ITler intelligente Leute sind, die es gewohnt sind Dinge zu durchdenken und nicht einfach loszuquaken. Dein Blog ist jetzt auf meiner Leseliste. :-)

  2. Henning

    So einen Bericht wünsche ich mir mal in einer der Mainstreammedien zu lesen, hören oder zu sehen. Da liegt meiner Ansicht nach eher das Problem, als bei Politikern, die nur noch auf die Medien reagieren und nicht mehr selbst agieren. Siehe Schäuble als Innenminister, der eigentlich eine Änderung zu einem liberaleren Waffengesetz wollte, auf Druck der Medien aber eine Verschärfung herausgekommen ist.

  3. Marc

    @Heiko: Danke.

    @Henning: Da hast du natürlich vollkommen recht, die Medien habe ich ja ein wenig angeschnitten, aber etwas zu wenig betrachtet. Medien und Politik, das inzwischen eine seltsame Beziehung. „Auf Druck der Medien“ ist da ein gutes Stichwort. Manchmal machen die Medien ja auch durchaus positive Sachen, wenn mal wieder irgendwelcher Schweinkram als Gesetz eingeführt werden soll, aber beim Thema Waffen, da wird natürlich gerne schnell mal gebasht, allen voran die BILD. Waffenbesitzer haben eben keine Lobby, die gegen die Medien oder Politik sprechen könnten.

    Dann kommt da noch das Problem der mangelnden statistischen Daten. Was habe ich mir einen Wolf gesucht bis ich auf die Zahlen von der UN gestoßen bin. Aber verlässliche Statistiken über Vergehen mit legalen Schusswaffen und das auch noch im Vergleich mit anderen Ländern – schwierig. Die letzten Zahlen für Deutschland stammen aus dem Jahr 2009, weil der Bericht des BKA als Verschlussache behandelt wird und nicht öffentlich einsehbar ist.

    Mit guten und korrekt erstellen Statistiken lässt sich gegenüber der Presse nämlich gut argumentieren.

  4. Henry

    Nur kurz, da du das NATO Kaliber erwähntest:

    – das Kaliber ist nicht kleiner, es ist lediglich schmaler als KK
    – das Geschossgewicht ist doppelt so hoch
    – die Geschossgeschwindigkeit ist min. doppelt so hoch
    – die Geschossenergie liegt min. 6 mal höher

    Ich bewundere deine Sachlichkeit! Der Vergleich ist nur leider nicht treffend.

    Gruß

  5. Marc

    @Henry: Ja der Vergleich hinkt, ich wollte nur klarstellen, dass das Kaliber, dass von Menschen ohne Sachkunde ja recht oberflächlich bewertet wird (9mm > 7,62mm) für die Geschossenergie nur wenig Aussagekraft besitzt. Entscheidend ist das Gewicht der Kugel und die Geschwindigkeit beim Austritt aus dem Lauf – wir wissen das, aber die nicht. Deswegen verzeihe mir den etwas plakativen Vergleich. ;-)

  6. Henning

    Hallo Marc,

    die Daten über Vergehen mit legalen Waffen werden absichtlich unter Verschluss gehalten, damit man eben nicht den Medien ihren gefühlten Bedrohungsquatsch um die Ohren hauen kann. Da stecken Politik und Medien noch enger unter einer Decke wie sonst schon. Der Einfluss der Medien ist verheerend für unser Staatsbild. Pessefreiheit hin oder her, die muss sein, aber nicht so das die Medien die Politik zu ihren Bedingungen steuern können. Das muss aufhören.

  7. hw

    In Amiland gibt es ein Sprichwort: „Der Friedhof ist voll von Leuten, die dachten Kaliber .22 sei ungefährlich“
    Btw. „.22 lfb“ ist das Lieblingskaliber des MOSAD. Und die wissen was sie tun.

  8. WICHTIG: Piratenpartei gibt positive Stellungnahme zum Schießsport/Großkaliber

    Hier ist ein Beitrag vom Gun-Forum von heute:

    Grüße @alle,

    die Tage hatte ich an alle Fraktionsvorsitzendes meines Landtages sowie „Bewerber“ meines Wahlkreises und auch an die Piraten im Land und im Bund geschickt. Nachfolgend Mail und Anwort:

    „Sehr geehrter Herr Schreiner, sehr geehrter Herr Nerz,
    ich möchte Sie in Kenntnis setzen, daß ich selbst als Großkaliber-Sportschütze – und so auch viele meiner Sportfreunde – meine bzw. unsere nächsten Wahlentscheidungen unter anderem davon abhängig machen werden, inwiefern Ihre Partei die freie Ausübung es Schießsports garantiert und dem unqualifizierten, sachlich unhaltbaren politischen Mobbing gegen Sportschützen entgegentritt.
    Mit freundlichen Grüßen
    RL-Name, Adresse“

    Antwort:
    „Sehr geehrter …,
    bislang haben wir noch keine Beschlüsse zum Waffenrecht gefasst. Auf Bundesebene gab es aber über unsere Plattform Liquid-Feedback Ende 2010 eine Abstimmung unter den Parteimitgliedern, bei der Einschränkungen im Waffenrecht abgelehnt wurden.

    Ich nehme an, dass sich diese Haltung auch in Zukunft fortsetzen wird und auch für großkalibrige Waffen gilt. Meine Zustimmung hätte es, die aktuellen Debatten um Waffenverbote sind populistisch.

    Ich habe die aktuellen Verstöße des baden-württembergischen Innenministers Gall dementsprechend auch öffentlich kritisiert. Die Kriminalstatistiken zeigen sehr eindeutig, dass Verbrechen mit Waffen beinahe immer (IIRC 98%) mit illegalen Waffen durchgeführt werden.

    Aber eine letztendliche Entscheidung hierüber müsste ein Bundesparteitag fällen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sebastian Nerz“

    Eines ist sicher, die Piraten werden sich beide Seiten zum Waffenbesitz anschauen. Inwieweit die Basis bereit ist, Fakten zu akzeptieren und der Medienindoktrination Widerstand zu leisten, ist jedoch vorab nicht abzuschätzen. Denn es stimmt, dass viele neue Mitglieder enttäuschte Grünwähler sind. Ob sie so fair sind, bei anderen Themen als der Umweltpolitik ebenfalls „postnormale“ Forschung anzunehmen, wird sich dann zeigen.

  9. Marc

    Hallo Cathy,
    danke für die Veröffentlichung der Antwort unseres Vorsitzenden, mir war selbst noch nicht bekannt, dass hierzu schonmal (bis auf die positive LQFB Initiative) eine Aussage getroffen wurde. Finde ich gut, dass Sebastian dem Thema gegenüber offen eingestellt ist, aber letztendlich entscheidet bei uns Piraten alles die Basis auf einem Parteitag.
    Ich habe aber große Hoffnung, dass die Sachlichkeit siegen wird, denn auch das Konzept zur Drogenpolitik war heiß diskutiert, wurde aber letztendlich mit großer Mehrheit angenommen. Die Vorbereitung des drogenpolitischen Konzepts hat die AG übrigens 2 Jahre gekostet, die sich aber gelohnt haben. Ich denke wir schaffen das auch mit dem Thema Waffenrecht.

    Ich habe mich zudem noch etwas weiter informiert und im Moment sind ALLE Altparteien außer der unrelevant gewordenen FDP für eine weitere Verschärfung des Waffenrechts. Selbst die CDU/CSU Fraktion. Das kann so nicht bleiben. :-(

    Gruß,
    Marc

  10. StarFire

    Hallo,

    auch bei Waffen-Online http://forum.waffen-online.de/ , dem größten deutschsprachigen Forum für Waffenbesitzer (gut 33.700 Mitglieder), wird die Entwicklung und die Einstellung der Piraten aufmerksam und sehr interessiert verfolgt. Die FDP hat bei der letzten Bundestagswahl nur deshalb so gut abgeschnitten, weil sehr viele Waffenbesitzer ihr gesamtes Umfeld aktiviert haben. Die FDP versprach eine Politik im Sinne der LWB (Legal-Waffenbesitzer) – dieses Versprechen konnte (oder wollte) sie nicht einhalten.

    Mit einer guten Sachpolitik (nicht nur in Sachen Waffenrecht) könnte sich die PP einen ganz ordentlichen Batzen Wähler sichern. Schützen mögen im Großen und Ganzen eher konservativ sein – aber sie sind im Großen und Ganzen auch Hardcore-Demokraten, denen es nicht gefällt, wenn ständig scheibchenweise an ihren Bürgerrechten rumgeschnippelt wird. Deshalb begründen so manche LWB ihren Waffenbesitz nicht nur mit sportlichen Ambitionen, sondern auch mit dem GG Art. 20 (4), was so manchen opportunistischen Pseudopazifisten aufheulen lässt. (Kann ich nachempfinden, ich bin auch Pazifist, aber trotzdem auch Realist).

    Tatsache ist: Die 7 – 10 Mio. Legalwaffen und ihre Besitzer sind nicht das Problem. Und von den 20 – 30 Mio. illegalen Waffen (neuere Schätzungen gehen sogar schon von 40. Mio. aus) wird auch nur ein winziger Bruchteil für Verbrechen verwendet. Gegen die illegalen Waffen kann man nicht wirklich was machen ohne bürgerliche Grundrechte aufzuheben. Man wird also damit leben müssen.

  11. Marc

    Hallo Starfire,
    mit deinen Aussagen bin ich ganz bei dir. Und was die Hardcore-Demokraten angeht: Ich glaube da sind Jäger und Sportschützen bei den Piraten ganz gut aufgehoben, denn ich persönlich sehe uns Piraten nämlich ebenfalls so.
    Danke für deinen Kommentar!

    Gruß,
    Marc

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