Von wegen Schießsport ist kein Leistungssport

Gestern waren wir – wie jeden Mittwoch – schießen und haben die meiste Zeit auf dem 50 Meter Stand mit zwei Kleinkaliber Gewehren verbracht. Dabei haben wir zum ersten mal die kurze .22 Munition verschossen, was zur Folge hatte, dass alle Treffer ungefähr 6 Zentimeter tiefer lagen als sonst. Also mussten wir die Diopter entsprechend nachjustieren, was naturgemäß etwas fummelig ist, aber später passte es dann wieder. Wird nur blöd, wenn dann wieder jemand mit der Standard .22 lfB schießt, der muss den Diopter dann wieder nach unten drehen, weil die Treffer zu hoch liegen. Aber wieder was gelernt: .22 kurz werde ich nicht mehr verwenden. Was ich hingegen empfehlen kann: CCI-Standard .22 lfB – nicht die günstigste Munition, aber präzise, bei einem ERMA .22 Selbstlader kein Problem und auch ein Ruger 10/22 sollte mit der CCI Munition gut funktionieren.

Nach dem wir über eine Stunde KK trainiert hatten, sind wir dann noch auf die 25 Meter Bahn und haben mir einer Smith & Wesson M39-2 für die anstehenden Kreismeisterschaften trainiert. Eine schöne Waffe, mit der ich auf Anhieb recht gut zurecht gekommen bin, obwohl ich sie zum ersten Mal geschossen habe. Ich denke das wird meine Trainingswaffe für die Disziplin „Gebrauchspistole 9mm“, bis ich mir dann nächstes Jahr eine eigene 9mm zulegen werden. Im Moment tendiere ich da zwischen einem 1911er System mit Wechsellauf auf 9mm, was den Scharm hätte, dass ich mit einer Pistole gleich zwei Disziplinen schießen könnte (.45 ACP und 9mm). Dann wäre da aber auch noch die Glock 17 Gen 4, wobei mir der Abzug der Glock beim Probeschießen nicht wirklich zugesagt hat, aber vielleicht ist es einfach auch nur eine Frage der Gewöhnung. Eine Sig P226 konnte ich leider noch nicht testen, wäre aber auch noch eine Option. Und dann wäre da noch die CZ 75… oder eine Tanfoglio Ultra Match. Die Qual der richtigen Wahl.
Bei den Langwaffen weiß ich ja, wo ich hin will: Lee Enfield (DG1, DG2), Garand M1 (SG1, SG2) und Ruger 10/22 für KK. Aber bei den Kurzwaffen bin ich einfach noch unschlüssig. Falls jemand Vorschläge hat, was ich mir für die Kurzwaffen-Disziplinen mal anschauen sollte, bitte schreibt’s mir in die Kommentare. Gerne mache ich auch dann ein Video darüber.

Es war ein sehr fordernder Abend, vorallem weil ich neben dem Schießen auch noch ein wenig die Neulinge betreut habe. So war es nicht verwunderlich, dass ich Zuhause ins Bett gefallen bin und 12 Stunden durchgeschlafen habe. Irre, weil ich sonst jemand bin, der eher nicht vor 12 Uhr im Bett ist.

Und da sag nochmal einer, Schießsport wäre kein Leistungssport. ;-)

4 Kommentare

  1. Die P226 ist eigentlich eine ganz gute Waffe, persönlich würde ich aber Anfängern immer raten, irgendwas günstiges bis maximal 1000 Euro zu nehmen, bis die Eigenpräzision die der Waffe übersteigt, dauert das noch, und das teure Modell benötigt dann längst einen neuen Lauf.

  2. Ich bin ja grosser Freund von Revolvern und da von S&W. Bei Pistolen spricht besonders das Preis-Leistungsverhaeltnis fuer die CZ.
    Wenn du schon an Wechsellauf denkst, denn rate ich eher zu einem in .22lfb fuer Trainingszwecke.

  3. Marc

    Ja, das mit dem .22er Wechsellauf ist ein Aspekt, den ich auch noch im Hinterkopf habe.

    Was Revolver angeht: Da wäre meine erste Wahl ein Colt Phyton im Kaliber .357 Mag – den habe ich schon mal geschossen – ich fand die Waffe super! Und da habe ich auch auf Anhieb recht gut mit getroffen. :-)

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