Review: Beretta Cx4 Storm 4,5mm Co2 Fun-Shooter

Die Beretta Cx4 Storm

Am Samstag morgen ist endlich mein Paket mit dem Beretta Cx4 Storm Co2 Luftdruckgewehr angekommen. Ich war sehr erfreut, weil ich lange warten musste, bis ich mir diesen ganz besonderen Freizeit-Shooter gönnen konnte. Ich nehme es direkt vorweg: Die Cx4 Storm macht einen heiden Spaß – ein 30 Schuss Blowback-Halbautomat ist einfach mal ein völlig anderes Luftgewehr. Und aus genau diesem Grund habe ich mir die Beretta auch gekauft.

Ich habe das Set mit 4x32TriTac Zielfernrohr, Zweibein, Schalldämpfer und Picatiny-Montage bei Sportwaffen Schneider gekauft – gibt’s natürlich auch in den einschlägigen anderen Shops, aber Schneider hat bereits meinen Altersnachweis, deswegen bestelle ich immer dort.

Was bei Schneider nicht steht: Die Beretta Cx4 Storm wird in einem Plastikkoffer geliefert, was ich sehr praktisch finde, denn so spare ich mir den Kauf eines weiteren Futterals. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem oben genannten Zubehör auch noch eine 88 Gramm Co2 Kapsel, die das Geschoss auf ca. 170 m/s beschleunigt (7,5 Joule). Eine Kapsel reicht für 200 bis 300 Schuss. Die Montage des Zubehörs ist kinderleicht und in 5 Minuten erledigt.

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Jetzt drehen die Grünen völlig durch… Hundehalter, zieht euch warm an!

Gerade ist dieses Dokument über die Piraten AG Waffenrecht reingetrudelt und ich bekomme den Mund kaum mehr zu. Kurzfassung: Die Grünen in Berlin basteln gerade an einem neuen Hundegesetz. Ja richtig. Ein Gesetz für Hunde. Die wichtigsten darin enthaltenen Eckpunkte sind:

  • Chipzwang (zum Aufbau eines elektronischen Registers)
  • Sachkunde-, Zuverlässigkeitsprüfung und persönliche Eignung von Hundehalter/-innen
  • Regelmäßige Überprüfung großer und gefährlicher Hunde bei einer staatlichen Prüfstelle (fortlaufende Zuverlässigkeitskontrolle)
  • Bedingungen zum Halten, Besitzen und Führen von Hunden
  • Auflagen, bei Nicht-Einhaltung Haltungsuntersagung, Einziehung und Tötung des Hundes
  • Mitwirkungspflichten, Vorort Kontrollen

Der Gesetzesentwurf ähnelt stark unserem sehr restriktiven Waffenrecht. Im Grunde müsste im Waffenrecht nur „Waffe“ durch „Hund“ erstetzt werden, dann käme fast das gleiche wie bei dem Dokument der Grünen heraus. Zudem basiert dieser Gesetzesentwurf genau so wenig auf Fakten, wie das Waffenrecht. Es werden viele Bürgerinnen und Bürger dafür bestraft, dass einige Wenige Mist bauen.

Wer die Grünen für eine wählbare Alternative gehalten hat, der sollte spätestens jetzt erkennen, dass diese lediglich eine Law and Order Partei mit Ökoanstrich ist.

Mehr kann ich im Moment dazu gar nicht schreiben, ich kann nur mit dem Kopf schütteln. m(

Luftpistole Baikal IZH 53M, Abzug verbessern

Seit kurzem besitze ich als Trainingswaffe für die Disziplin 10 Meter stehend einhändig eine Luftpistole des russischen Herstellers Baikal, es handelt sich um das Einsteigermodell 53M Cal. 4,5 mm. Der Preis der Waffe liegt um die 50 €, meine Erwartungen fielen also entsprechend gering aus. Die Verarbeitung hat mich dennoch überrascht, die Pistole ist „professional russian“, also grundsolide, aber eben zusammengeschustert, wie ich es bereits von den russischen Ural Motorrädern kenne. Der Reiz der Waffe liegt für mich in der Möglichkeit diese zu überarbeiten, um mich ein wenig mit Waffentechnik auseinander zu setzen.

Baikal IZH 53M

Als ich die Waffe bekommen habe, nahm ich mir zu erst den Abzug vor, weil das Abzugsgewicht grob geschätzt dem Gewicht eines Öltankers entsprach. Da ich bereits mit einer Match-Waffe eines Vereinskameraden geschossen habe, konnte das nicht so bleiben. Also habe ich mir den Abzugsmechanismus genauer angesehen und da er sehr einfach aufgebaut ist auch eine Möglichkeit gefunden diesen ohne großen Aufwand zum Nulltarif zu modifizieren.

Der Auslöser wird bei der Baikal 53M durch eine kleine Feder unterstützt, die den Kraftaufwand beim Abziehen senkt. Hier kann nun ein stärkere Feder eingesetzt werden, oder mittels einer Unterlage – ich habe zugeschnittene und gefaltete Pappe genommen – die Vorspannung erhöht werden. Durch diese Maßnahme und einen richtig eingestellten Vorzugsweg (Schraube Nr. 31) ähnelt der Abzug dem einer Match-Waffe.

Abzug optimieren

Leider ist das Abzugsgewicht aber noch nicht ganz konstant, ich denke das liegt an der russischen Verarbeitungsqualität. Ich werde die Kontaktflächen von Auslöser und Abzug polieren, mal sehen ob es dann besser wird. Und dann gilt es da noch das Problem mit dem Hochschuss zu lösen… ich werde berichten.

Wäre doch gelacht, wenn aus der Billigmumpel nichts zu machen wäre! :-)

Benzinfeuerzeuge im Vergleich: Zippo oder IMCO?

Wer sich wie ich für Benzinfeuerzeuge interessiert, die im täglichen Leben Verwendung finden, muss sich irgendwann die Frage stellen, welches Benzinfeuerzeug wohl dafür am besten geeignet ist. Zur Entscheidung stehen im Grunde nur zwei (sehr ausgereifte) Patente zur Verfügung: Zippo oder IMCO. Vorweg: Beide sind sehr gute Benzinfeuerzeuge, die sich allerdings grundlegend unterscheiden.

Das Zippo ist sehr einfach aufgebaut, leicht zu warten und robust, da die Hülle nicht aus Blech, sondern aus Stahl gefertigt ist. Allerdings ist Zippo auch nicht gleich Zippo, einige lassen sich schwer öffnen, andere sind wiederum leichtgängig. Ich hab das Glück seit langem eines der leichtgängigen zu besitzen mit dem ich immer sehr zufrieden war. Zudem hat Zippo natürlich den Vorteil der „lifetime guarantee“, die ein Freund von mir wirklich mal erfolgreich in Anspruch genommen hat. Die Garantie gibt’s wirklich, es ist kein Hoax, nach drei Wochen hatte er sein Zippo repariert wieder in der Tasche.

Die österreichische Traditionsfirma IMCO verfolgt ein völlig anderes Konzept. Die klassischen IMCO Triplex Feuerzeuge sind aus Blech und zünden beim Öffnen, da der Zünd- mit dem Öffnungsmechanismus kombiniert ist. Durch die Verwendung von Blech anstatt Stahl ist das Triplex Benzinfeuerzeug wesentlich leichter als das Zippo und ist generell kleiner, wodurch es besser in die Hosentasche passt. Die ersten IMCO Feuerzeuge wurden übrigens aus alten Gewehrpatronen gefertigt, die Form ist auch heute noch erkennbar, wenn der Tank entnommen wird. Insgesamt ein sehr schönes Konzept, dass sich seit 1918 bewährt.

Das Befüllen beider Systeme ist ähnlich unproblematisch: Sowohl beim Zippo als auch beim IMCO muss der Tank aus dem Gehäuse gezogen werden, was beim IMCO allerdings leichter gelingt als beim Zippo – zumindest bei meinem. Dafür hat der Zippo-Tank mehr Volumen und fasst mehr Vorrat. Im täglichen Gebrauch zeigt sich allerdings, dass trotz des kleineren Tanks das IMCO Feuerzeug nicht weniger lang ohne Nachbefüllung auskommt. Durch den Zündmechanismus wird Benzin gespart, weil das Zünden und wieder Schließen des Triplex einfach schneller geht, als beim Zippo. Zünden, anrauchen, aus.

Für den täglichen Gebrauch habe ich mich aus folgenden Gründen für das IMCO Triplex entschieden:

  • Zündet sofort beim Öffnen
  • Die Größe der Flamme ist regulierbar
  • Der Tank kann mit brennendem Docht entnommen werden, um ein Feuer oder eine Pfeife zu entzünden
  • Es ist leichter und kleiner als das Zippo
  • Beim Entzünden einer Zigarette schmeckt es gar nicht nach Benzin, beim Zippo ist der Benzin-Geschmack beim Anrauchen deutlich schmeckbar

Als Vorteil des Zippos sehe ich nur die lifetime guarantee, allerdings ist das IMCO auch deutlich billiger, was die Garantie auf Lebenszeit dann doch wieder relativiert. Was es beim IMCO Triplex allerdings nicht gibt: Motive. Da ist ein Zippo weit vorne, denn es gibt Zippo Feuerzeuge mit sehr vielen unterschiedlichen Dekoren. Das sind in meinen Augen allerdings die einzigen Vorteile. Technisch filigraner ist in jedem Fall das IMCO Triplex.

Hier noch ein Link zu einem YouTube Video, das meine Wahl ebenfalls beeinflusst hat. Das IMCO hält das Benzin länger als das Zippo: http://www.youtube.com/watch?v=lAGEm8aczp8 (übrigens ein netter Channel, wenn du dich wie ich für Schreckschusswaffen interessierst…)

Möglicherweise gibt es aber noch andere interessante Taschen-Benzinfeuerzeuge, die ich noch gar nicht kenne. Tipps und Links bitte in die Kommentare.

Die Folgen eines Verbots von Schusswaffen in Privatbesitz

Normalerweise sollten wir denken: „Je weniger Waffen es gibt, umso weniger Verbrechen können damit begangen werden“. Das klingt auf den ersten Blick absolut logisch, aber Beispiele wie England, Australien, sowie die USA und Kanada belehren uns eines besseren. In verschiedenen Statistiken wurde festgestellt, dass liberale Waffengesetze die Kriminalität senken und restriktive Waffengesetze die Kriminalitätsraten von Delikten mit Schusswaffen steigern. Verblüffend, aber bei näherer Betrachtung auch logisch.

Durch ein Waffenverbot wird – ähnlich wie bei der Prohibition – künstlich ein illegaler Markt geschaffen, der durch den Risikoaufschlag mit lukrativen Gewinnen lockt. Der Staat hat ab diesem Moment die rechtsstaatliche Kontrolle über den Waffenerwerb verloren. Die Nachfrage am illegalen Markt steigt zugleich rapide an, dem entsprechend vergrößert sich auch das Angebot und der Markt wächst. Da es sich bei den erworbenen Waffen um illegale und somit nicht registrierte Waffen handelt, werden dieses Waffen vermehrt bei kriminellen Machenschaften eingesetzt, wie es ab 1997 in England zu beobachten war. Dort stieg nach dem Verbot von Faustfeuerwaffen innerhalb von 6 Jahren die Mordrate stark an, von etwa 12 Morden je 100.000 Einwohner pro Jahr auf etwa den Wert von 15. Ganz anders im US Bundesstaat Florida: Hier sank die Mordraten nach Einführung des „right-to-carry law“ die Mordrate über die Jahre um etwa 50 Prozent.

Diese Statistiken müssen allerdings immer für sich betrachtet werden und können nicht ohne weiteres auf andere Länder übertragen werden. Jede Gesellschaft ist unterschiedlich, was sich auch auf den Umgang mit Waffen auswirkt. Es gibt einen schönen Film von Michael Moore, der sich in „Bowling for Columbine“ thematisch mit dem Massaker an der Columbine Highschool beschäftigt. Der Film befasst sich auch mit dem Thema Waffenrecht und stellt letztendlich fest, dass die Anzahl der Waffen in einem Land nicht der Grund ist, weswegen Waffenmissbrauch existiert. Moore macht unter anderem die irrationalen Ängste einer Gesellschaft dafür verantwortlich, die in den USA zu einem großen Teil von den Medien und dem System an sich geschürt werden. Das Phänomen kennen wir im Zusammenhang mit Amokläufen auch hier in Deutschland, die auch eine Reihe von Verschärfungen des Waffenrechts zur Folge hatten.

„Ein Staat ist nur immer so frei wie sein Waffengesetz“, sagte Gustav Heinemann, in meinen Augen einer der wirklich großen deutschen Bundespräsidenten. Ganz so sehe ich es nicht, ich denke viel mehr, dass der Staat ein an die realistschen Verhältnisse der Gesellschaft angepasstes Waffenrecht braucht. Auch dies erfordert, wie ich im vorherigen Beitrag bereits geschrieben habe, eine Versachlichung der Diskussion.

Quellen:

[1] Justfacts Guncontrol (englisch)

Waffenverbote beruhigen das Gewissen, aber sie nutzen nichts

Es ist ewig die gleiche Laier. Menschen kommen durch Waffen um und sofort muss das Waffenrecht verschärft werden, völlig „alternativlos“ natürlich. Ich sage: Es ist Augenwischerei. Leider haben unsere Politiker einen erneuten Anlass gefunden heuchlerische Maßnahmen zu diskutieren: Die rechtsradikal motivierten mutmaßlichen Tötungsdelikte der „Zwickauer Zelle“. Ein konkreter Vorschlag ist großkalibrige Pistolen, oder sogar alle großkalibrigen Waffen für Sportschützen zu verbieten. Aber wird das zukünftige Gewalttaten mit Schusswaffen verhindern? Nein, denn selbst wenn alle Waffen verboten würden, gäbe es immer noch einen illegalen Markt. Es ist genau wie bei der Drogenpolitik: Die Prohibition verhindert nicht, dass Drogen konsumiert und illegal gehandelt werden.

Der Erwerb von Schusswaffen ist derzeit mit sehr strengen Auflagen versehen: Es Bedarf eines Bedürfnisses (z.B. Jagd, Sportschütze, Sammler) und einer Eignung (Sachkundenachweis), zudem muss eine sichere Verwahrung der Waffen gegeben sein (genormte Waffenschränke für Kurz- und Langwaffen). Das Bedürfnis wird fortlaufend geprüft und die Aufbewahrungen können durch die Waffenbehörden unangemeldet inspiziert werden. Ein Verstoß bei der sicheren Verwahrung der Waffen ist eine Straftat und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Zudem folgt bei Verstößen eine Aberkennung der waffenrechtlichen Erlaubnis und die Waffen werden eingezogen. Alle Waffen werden behördlich registriert, über das Register wird auch nachgehalten, wer welche Waffe wann an wen verkauft hat. Das Waffengesetz ist in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern als sehr streng einzustufen. Den gesamten Beitrag lesen