Benzinfeuerzeuge im Vergleich: Zippo oder IMCO?

Wer sich wie ich für Benzinfeuerzeuge interessiert, die im täglichen Leben Verwendung finden, muss sich irgendwann die Frage stellen, welches Benzinfeuerzeug wohl dafür am besten geeignet ist. Zur Entscheidung stehen im Grunde nur zwei (sehr ausgereifte) Patente zur Verfügung: Zippo oder IMCO. Vorweg: Beide sind sehr gute Benzinfeuerzeuge, die sich allerdings grundlegend unterscheiden.

Das Zippo ist sehr einfach aufgebaut, leicht zu warten und robust, da die Hülle nicht aus Blech, sondern aus Stahl gefertigt ist. Allerdings ist Zippo auch nicht gleich Zippo, einige lassen sich schwer öffnen, andere sind wiederum leichtgängig. Ich hab das Glück seit langem eines der leichtgängigen zu besitzen mit dem ich immer sehr zufrieden war. Zudem hat Zippo natürlich den Vorteil der „lifetime guarantee“, die ein Freund von mir wirklich mal erfolgreich in Anspruch genommen hat. Die Garantie gibt’s wirklich, es ist kein Hoax, nach drei Wochen hatte er sein Zippo repariert wieder in der Tasche.

Die österreichische Traditionsfirma IMCO verfolgt ein völlig anderes Konzept. Die klassischen IMCO Triplex Feuerzeuge sind aus Blech und zünden beim Öffnen, da der Zünd- mit dem Öffnungsmechanismus kombiniert ist. Durch die Verwendung von Blech anstatt Stahl ist das Triplex Benzinfeuerzeug wesentlich leichter als das Zippo und ist generell kleiner, wodurch es besser in die Hosentasche passt. Die ersten IMCO Feuerzeuge wurden übrigens aus alten Gewehrpatronen gefertigt, die Form ist auch heute noch erkennbar, wenn der Tank entnommen wird. Insgesamt ein sehr schönes Konzept, dass sich seit 1918 bewährt.

Das Befüllen beider Systeme ist ähnlich unproblematisch: Sowohl beim Zippo als auch beim IMCO muss der Tank aus dem Gehäuse gezogen werden, was beim IMCO allerdings leichter gelingt als beim Zippo – zumindest bei meinem. Dafür hat der Zippo-Tank mehr Volumen und fasst mehr Vorrat. Im täglichen Gebrauch zeigt sich allerdings, dass trotz des kleineren Tanks das IMCO Feuerzeug nicht weniger lang ohne Nachbefüllung auskommt. Durch den Zündmechanismus wird Benzin gespart, weil das Zünden und wieder Schließen des Triplex einfach schneller geht, als beim Zippo. Zünden, anrauchen, aus.

Für den täglichen Gebrauch habe ich mich aus folgenden Gründen für das IMCO Triplex entschieden:

  • Zündet sofort beim Öffnen
  • Die Größe der Flamme ist regulierbar
  • Der Tank kann mit brennendem Docht entnommen werden, um ein Feuer oder eine Pfeife zu entzünden
  • Es ist leichter und kleiner als das Zippo
  • Beim Entzünden einer Zigarette schmeckt es gar nicht nach Benzin, beim Zippo ist der Benzin-Geschmack beim Anrauchen deutlich schmeckbar

Als Vorteil des Zippos sehe ich nur die lifetime guarantee, allerdings ist das IMCO auch deutlich billiger, was die Garantie auf Lebenszeit dann doch wieder relativiert. Was es beim IMCO Triplex allerdings nicht gibt: Motive. Da ist ein Zippo weit vorne, denn es gibt Zippo Feuerzeuge mit sehr vielen unterschiedlichen Dekoren. Das sind in meinen Augen allerdings die einzigen Vorteile. Technisch filigraner ist in jedem Fall das IMCO Triplex.

Hier noch ein Link zu einem YouTube Video, das meine Wahl ebenfalls beeinflusst hat. Das IMCO hält das Benzin länger als das Zippo: http://www.youtube.com/watch?v=lAGEm8aczp8 (übrigens ein netter Channel, wenn du dich wie ich für Schreckschusswaffen interessierst…)

Möglicherweise gibt es aber noch andere interessante Taschen-Benzinfeuerzeuge, die ich noch gar nicht kenne. Tipps und Links bitte in die Kommentare.

Die Folgen eines Verbots von Schusswaffen in Privatbesitz

Normalerweise sollten wir denken: „Je weniger Waffen es gibt, umso weniger Verbrechen können damit begangen werden“. Das klingt auf den ersten Blick absolut logisch, aber Beispiele wie England, Australien, sowie die USA und Kanada belehren uns eines besseren. In verschiedenen Statistiken wurde festgestellt, dass liberale Waffengesetze die Kriminalität senken und restriktive Waffengesetze die Kriminalitätsraten von Delikten mit Schusswaffen steigern. Verblüffend, aber bei näherer Betrachtung auch logisch.

Durch ein Waffenverbot wird – ähnlich wie bei der Prohibition – künstlich ein illegaler Markt geschaffen, der durch den Risikoaufschlag mit lukrativen Gewinnen lockt. Der Staat hat ab diesem Moment die rechtsstaatliche Kontrolle über den Waffenerwerb verloren. Die Nachfrage am illegalen Markt steigt zugleich rapide an, dem entsprechend vergrößert sich auch das Angebot und der Markt wächst. Da es sich bei den erworbenen Waffen um illegale und somit nicht registrierte Waffen handelt, werden dieses Waffen vermehrt bei kriminellen Machenschaften eingesetzt, wie es ab 1997 in England zu beobachten war. Dort stieg nach dem Verbot von Faustfeuerwaffen innerhalb von 6 Jahren die Mordrate stark an, von etwa 12 Morden je 100.000 Einwohner pro Jahr auf etwa den Wert von 15. Ganz anders im US Bundesstaat Florida: Hier sank die Mordraten nach Einführung des „right-to-carry law“ die Mordrate über die Jahre um etwa 50 Prozent.

Diese Statistiken müssen allerdings immer für sich betrachtet werden und können nicht ohne weiteres auf andere Länder übertragen werden. Jede Gesellschaft ist unterschiedlich, was sich auch auf den Umgang mit Waffen auswirkt. Es gibt einen schönen Film von Michael Moore, der sich in „Bowling for Columbine“ thematisch mit dem Massaker an der Columbine Highschool beschäftigt. Der Film befasst sich auch mit dem Thema Waffenrecht und stellt letztendlich fest, dass die Anzahl der Waffen in einem Land nicht der Grund ist, weswegen Waffenmissbrauch existiert. Moore macht unter anderem die irrationalen Ängste einer Gesellschaft dafür verantwortlich, die in den USA zu einem großen Teil von den Medien und dem System an sich geschürt werden. Das Phänomen kennen wir im Zusammenhang mit Amokläufen auch hier in Deutschland, die auch eine Reihe von Verschärfungen des Waffenrechts zur Folge hatten.

„Ein Staat ist nur immer so frei wie sein Waffengesetz“, sagte Gustav Heinemann, in meinen Augen einer der wirklich großen deutschen Bundespräsidenten. Ganz so sehe ich es nicht, ich denke viel mehr, dass der Staat ein an die realistschen Verhältnisse der Gesellschaft angepasstes Waffenrecht braucht. Auch dies erfordert, wie ich im vorherigen Beitrag bereits geschrieben habe, eine Versachlichung der Diskussion.

Quellen:

[1] Justfacts Guncontrol (englisch)

Waffenverbote beruhigen das Gewissen, aber sie nutzen nichts

Es ist ewig die gleiche Laier. Menschen kommen durch Waffen um und sofort muss das Waffenrecht verschärft werden, völlig „alternativlos“ natürlich. Ich sage: Es ist Augenwischerei. Leider haben unsere Politiker einen erneuten Anlass gefunden heuchlerische Maßnahmen zu diskutieren: Die rechtsradikal motivierten mutmaßlichen Tötungsdelikte der „Zwickauer Zelle“. Ein konkreter Vorschlag ist großkalibrige Pistolen, oder sogar alle großkalibrigen Waffen für Sportschützen zu verbieten. Aber wird das zukünftige Gewalttaten mit Schusswaffen verhindern? Nein, denn selbst wenn alle Waffen verboten würden, gäbe es immer noch einen illegalen Markt. Es ist genau wie bei der Drogenpolitik: Die Prohibition verhindert nicht, dass Drogen konsumiert und illegal gehandelt werden.

Der Erwerb von Schusswaffen ist derzeit mit sehr strengen Auflagen versehen: Es Bedarf eines Bedürfnisses (z.B. Jagd, Sportschütze, Sammler) und einer Eignung (Sachkundenachweis), zudem muss eine sichere Verwahrung der Waffen gegeben sein (genormte Waffenschränke für Kurz- und Langwaffen). Das Bedürfnis wird fortlaufend geprüft und die Aufbewahrungen können durch die Waffenbehörden unangemeldet inspiziert werden. Ein Verstoß bei der sicheren Verwahrung der Waffen ist eine Straftat und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Zudem folgt bei Verstößen eine Aberkennung der waffenrechtlichen Erlaubnis und die Waffen werden eingezogen. Alle Waffen werden behördlich registriert, über das Register wird auch nachgehalten, wer welche Waffe wann an wen verkauft hat. Das Waffengesetz ist in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern als sehr streng einzustufen. Den gesamten Beitrag lesen

Game Review: Bulletstorm

Ich spiele zur Zeit mal wieder einen klassischen Ego-Shooter mit dem wohlklingenden Namen „Bulletstorm“. Nachdem ich ausreichend Zeit mit dem Spiel verbracht habe (3 mal durchgespielt ^^), nun meine bescheidene Meinung zu diesem Shooter. Vorweg muss ich allerdings noch sagen, dass ich mir nicht die Deutsche, sondern die Englische UNCUT Version des Spiels geholt habe. Meine Aussagen beziehen sich also definitiv auf die UNCUT Version. Schließlich bin ich erwachsen, da muss ich mir nicht die derbst beschnitte USK 18 Version kaufen, wo teilweise so viel geschnitten ist, dass die Dialoge der Hauptcharaktere keinen Sinn mehr ergeben. Albern, echt albern.

Allerdings möchte ich auch ganz zu Anfang klarstellen: Das Spiel „Bulletstorm“ ist in der UNCUT Version nichts für zarte Gemüter und sollte definitiv nicht von zu jungen Spielerinnen und Spielern gespielt werden, es hat eine PEGI 18+ Wertung und das hat auch seine absolute Berechtigung. Was die dargestellte Brutalität angeht ist diese nämlich – zumindest für mein persönliches Empfinden – schon recht heftig. Wäre es heftiger würde ich das Spiel trotz des wirklich innovativen Gameplays als geschmacklos bezeichnen. Aber nun zur Sache.  Den gesamten Beitrag lesen